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14.08.2015
Durchaus realistisch: In einer Werkshalle brennt es, eine Maschine hat Feuer gefangen.
Qualm dringt durch die Türen nach draußen, Mitarbeiter fliehen ins Freie, aber es bleiben Vermisste zurück.

Ein Auto mit zwei Insassen wird in dem Durcheinander von einem Gabelstapler gerammt. Die Gabel bohrt sich quer durch das Fahrzeug, die Menschen sind eingeklemmt. Das war das Szenario der Jahresübung der Freiwilligen Feuerwehr zusammen mit dem Ortsverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Auf dem Betriebsgelände der Firma Waßmann Maschinenbau am Steinkreuz zeigten die Einsatzkräfte eine Stunde lang öffentlich, wie sie einer solchen Notlage Herr werden. Wehrführer Udo Meiners bescheinigte dem von Albert Sundermann, Chef des Löschzugs Dorf, geleiteten Übungseinsatz einen guten Verlauf.

Zu tun gab es reichlich bei diesem geprobten Vollalarm. Einsatzleiter Sundermann mussten den Spagat bewältigen, gleichzeitig aus panischen Mitarbeitern Informationen herauszuholen und die ersten Einsatzkräfte einzuteilen. „Chaosphase“ heißt das im Feuerwehr-Jargon. Vier bis sechs vermisste Verletzte wurden zunächst in der Halle vermutet, weitere drei bei dem Gabelstaplerunfall. Das fällt in die Kategorie „Massenanfall von Verletzten“ und löst die Einrichtung einer Patientenablage aus.

Zunächst einmal mussten sich aber Einsatzkräfte unter Atemschutz durch die Halle kämpfen. Im dichten Theaternebel war gerade einmal die eigene Hand vor Augen zu erkennen. Trotzdem waren die versteckten und mit allerlei Brand- und Platzwunden geschminkten Notfalldarsteller des DRK erstaunlich schnell draußen und in den Händen ihrer eigenen Leute. Im Ernstfall wären zusätzlich der Kreis-Koordinator des Rettungsdiensts und Rettungshubschrauber vor Ort gewesen, erklärte Peter Book von der Feuerwehr.


Große Notfallsituationen – großes Gerät: Der Einsatz der hydraulischen Rettungsschere hatte besonders viele Zuschauer, die die Gelegenheit nutzten, nah heran zu kommen. Durchschnitten waren die Holme des alten Vectra ziemlich fix und der Wagen zum Kombi-Cabrio geworden. Länger dauerten Versorgung und Schutz der Eingeklemmten im Auto. Ebenfalls im Übungseinsatz: die Jugendfeuerwehr.

Aus ihr entwachsen und mit dem 18. Geburtstag in den aktiven Dienst der Freiwilligen Feuerwehr übergetreten sind Florian und Tobias Sundermann. Ihr Vater Michael Sundermann wirkte bei der Rettung der Eingeklemmten im Auto mit, Einsatzleiter Albert Sundermann ist ihr Großvater – drei Generationen in einem Einsatz, das war Wehrführer Udo Meiners eine besondere Erwähnung wert.

Er lobte besonders den Einsatz der Jugendfeuerwehr. Auch der Digitalfunk habe sich bei der Kommunikation zwischen drei Einsatzabschnitten und der Leitung bewährt.

Bürgermeister Wilfried Roos erinnerte bei der Manöverkritik an die gut sichtbare Prioritätensetzung mit der Menschenrettung an erster Stelle, dann der Brandbekämpfung und dem Schutz der Güter. Gemeinderat und Verwaltung seien „stolz auf die Feuerwehr und das DRK“.

Bericht: Alfred Riese,
Westfäliche Nachrichten
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